Eilshauser Bach - Beteiligungsprojekt

Was haben das Gewässerentwicklungsprinzip Eilshauser Bach der Gemeinde Hiddenhausen und das "Schneeball-Prinzip" gemeinsam? Beide kommen schnell ins Rollen und sind dann nicht mehr zu stoppen.

Mit dem Projekt Eilshauser Bach wurde in der Gemeinde Hiddenhausen erstmalig von Beginn an die aktive Beteiligung der Anlieger angestrebt. Intensive Öffentlichkeitsarbeit und die Übernahme von Anregungen und Bedenken der Gewässernachbarn haben dazu geführt, dass das Gewässerentwicklungsprojekt von Anfang an positive Resonanzen hatte. Auch Dank der schnellen und kompetenten Umsetzung von Maßnahmen haben viele Anlieger aus ihrem eigenen Interesse heraus ihre Gewässerparzelle für Gewässerentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. "Gute Arbeit spricht sich rum" und so kann das Gewässerentwicklungsprojekt auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

 
Gebiet:
Der gut 2,5 km lange Bach – mit einem Einzugsgebiet von ca. 6,5 km² – durchfließt, passend zu seinem Namen, die Ortslage Eilshausen der Gemeinde Hiddenhausen. Er mündet in den Brandbach, einem Nebengewässer der Else, die der Werre und Weser zufließt. Das Mittelgebirgsgewässer gehört zum Ge-wässertyp des Kleinen Talauenbaches im Deckgebirge in der Fließgewässerlandschaft des schwach karbonattischen Deckgebirges, das im Weserbergland dominiert.

Die Gewässerstruktur des Eilshauser Baches ist besonders von den menschlichen Einflüssen geprägt. Die Gemeinde Hiddenhausen, nördlich der Stadt Herford gelegen, ist mit über 820 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der am dichtesten besiedelten Kommunen in Ostwestfalen. Auf 35 % seiner Fließlänge liegt der Bach in Ortslagen und er ist in seiner gesamten Fließlänge zu 30 % verrohrt. Die damit verbundene deutliche Laufverkürzung und Verlegung aus der natürlichen Aue prägt gegenwärtig den Bach.

Zudem beinträchtigen hydraulische Probleme neben der Gewässerstruktur auch die Gewässergüte (zwischen II – III und III). Ursache für die hydraulischen Probleme sind der starke Ausbaugrad des Gewässers und der hohe Versiegelungsgrad der Einzugsgebiete. Diese anthropogenen Verhältnisse haben Einfluss auf die stark schwankende Wasserführung. Große Wassermengen – u.a. aus 4 Regenüberlaufbecken und Staukanälen-, die bei Starkregenereignissen durch das meist grabenartige Gerinne abgeführt werden, führen zu Sohlvertiefungen und Uferabbrüchen. In den Sommermonaten fließen meistens nur sehr geringe Abflussmengen ab. In dieser Zeit beeinträchtigen die Einleitungen häuslicher Abwässer daher die Wasserqualität des Eilshauser Baches umso stärker.

Eilshauser Bach im Frühjahr 2005
 
Anlass:
Im April 2003 fand am Eilshauser Bach eine Gewässerschau entsprechend der §§ 121 und 122 des Wassergesetzes - LWG für das Land Nordrhein-Westfalen statt. Wilde Ufersicherungsmaßnahmen und viele Komposthalden sowie Bauschuttablagerungen führten dazu, dass die Gemeinde Hiddenhausen und die Untere Wasserbehörde des Kreises Herford die 74 Bachanlieger zu einer Informationsveranstaltung einluden.
 
Ziele:
Die Gemeinde Hiddenhausen hat das anspruchsvolle Ziel, eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu betreiben. Die Abwasserbehandlungsanlagen und das Kanalsystem unterliegen bereits seit Jahren ständigen Kontrollen und Instandsetzungen. Doch die Gewässer, die in ihrer Funktion als "Vorfluter" am Ende der Abwasserbehandlung das Wasser aufnehmen müssen, wurden bis 2003 überwiegend nur in Stand gehalten, d. h. der ordnungsgemäße Abfluss musste gewährleistet sein. Der Gewässerstruktur wurde in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was u.a. häufig daran lag, dass die Gewässerparzellen meistens den Gewässeranliegern gehörten. Eine Verbesserung des derzeitigen Gewässerzustandes lässt sich deshalb nicht ohne die Beteiligung und Unterstützung der unmittelbaren Gewässernachbarn erreichen.

Durch Informationsveranstaltungen und Anliegergespräche soll das Interesse der Anlieger und der Bevölkerung wieder für den Lebensraum und Erlebnisraum "Bach" geweckt werden. Viele Erwachsene haben in ihrer Kindheit an und in dem Bach sowie den Nebengewässern gespielt. Sie kennen den Wasserläufer, Stichlinge und Sumpfdotterblumen nicht nur aus Büchern, sondern sie haben diese Tier- und Pflanzenarten selbst an den Bächen in ihrer Gemeinde gesehen. Die Anlieger sollen nicht nur ihre Zustimmung zu einer Gewässerumgestaltung geben, sie sollen auch aktiv mitwirken. Sie können bei der eigentlichen Umgestaltung ihre Erfahrungen und Ideen einbringen oder aber auch bei der zukünftigen Gewässerpflege, z.B. bei der Beseitigung des Riesenbärenklau mithelfen.

Anliegergespräch am Eilshauser Bach
 

Durch eine systematische Umgestaltung des überwiegend vollständig veränderten Baches soll erreicht werden, dass sich der Eilshauser Bach in Richtung auf einen guten Zustand entwickeln kann. Mehr Platz für das Gewässer ist die Voraussetzung. Nach dem Ankauf von Grundstücken am Eilshauser Bach sollen kurz- und mittelfristig Maßnahmen zur

  • Verbesserung der Gewässerstrukturgüte
  • Verbesserung der Wasserqualität (derzeitig Wassergüteklassen II-III)
  • Beseitigung der Gewässerverrohrung, freie Gerinneentwicklung
  • Wiederherstellung der Gewässer-(Längs-)durchgängigkeit
  • Anlage von beidseitigen Uferrandstreifen
  • Förderung der eigendynamischen Entwicklung
  • Schaffung von Retentionsräumen

umgesetzt werden.

Projektschwerpunkte

  • Naturnahe Gewässerentwicklung
  • Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL)
  • Beschäftigungsförderung in der Region

Weitere Aspekte

  • Partizipation, Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Bürokratieabbau
 
Akteure:
Veranstalter
  • Gemeine Hiddenhausen – Amt für Ordnung und Umwelt
  • Kreis Herford - Umwelt, Planen und Bauen –Wasserwirtschaft

Organisation und Moderation:

  • Organisation: Gemeine Hiddenhausen – Amt für Ordnung und Umwelt
  • Moderation: Kreis Herford - Umwelt, Planen und Bauen – Wasserwirtschaft

Zielgruppe: Gewässeranlieger, interessierte Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlicher Naturschutz, Behördenvertreter

Teilnehmer: interessierte Bürger (u.a. mehr als 90% der Gewässeranlieger)

 
Umsetzung der Ziele:
Im ersten Schritt wurde von der Gemeinde Hiddenhausen am Eilshauser Bach Grunderwerb getätigt. Bis August 2007 konnten 9 Grundstücke mit einer Gesamtgröße von ca. 1,6 ha erworben werden. Auf den gemeindeeigenen Grundstücken kann sich das Gewässer zukünftig frei entwickeln. Uferabbrüche und Auflandungen sind erwünscht und tragen durch die unterschiedlichen Strukturen wesentlich zu dem guten Zustand eines Gewässers bei.

Die ökologische Aufwertung der Sohl- und Uferstrukturen am Eilshauser Bach wurde von der Gemeinde Hiddenhausen in Auftrag gegeben und über das Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else abgewickelt (siehe separater Steckbrief zum Projekt Weser-Werre-Else).
Im Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else haben sich:

  • die Kommunen der Kreise Herford und Minden-Lübbecke,
  • einschließlich der beiden Kreise,
  • die Wasserverbände "Große Aue" und "Weserniederung",
  • der Werre-Wasserverband,
  • die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V.,
  • die Bezirksregierung Detmold,
  • die Beschäftigungsträger "Initiative für Arbeit und Schule gem. GmbH" (IfAS) und "Maßarbeit e. V. Soziale Agentur für Arbeit / Arbeitslosenzentrum Herford",
  • sowie das Koordinationsbüro mit 4 freiberuflich tätigen Fachplanern

zusammengeschlossen.

Ziele des Projektes sind zum einen die naturnähere Entwicklung der Fließgewässer in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke. Zum anderen ist die Beschäftigungsförderung in der Region ein wichtiger Aspekt. Ausführende Betriebe der meisten Arbeiten zur naturnäheren Gewässerentwicklung sind die beiden oben genannten Beschäftigungsträger. Dort werden 40 Personen im Rahmen der HARTZ-IV-Gesetze, 50 weitere Personen im Rahmen von befristeten Arbeitsverträgen sowie 10 Arbeitsanleiter und 2 sozialpädagogische Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten werden vom Land NRW gefördert und sind für die Gewässerunterhaltungspflichtigen kostenneutral.

Beschäftigungsförderung durch Gewässerentwicklungsmaßnahmen
 

Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. Bei der Anmietung von Baumaschinen, dem Kauf von Baumaterialien für den ingenieurbiologischen Gewässerbau oder auch dem Einkauf von Gehölzen und Stauden wird mit Betrieben aus der Region zusammengearbeitet.
Fachplanungen für Straßendurchlässe, Brücken oder andere größere Vorhaben werden zudem an regionale Planungsbüros und Architekten vergeben.

Bis zum Jahresende 2007 sind an ca. 20 % des Eilshauser Baches Maßnahmen für eine naturnahe Entwicklung umgesetzt worden. Bis zum Jahr 2010 ist die Beseitigung sämtlicher verrohrter Gewässerabschnitte beabsichtigt.

 
Ablauf:
1. Informationsveranstaltung am 17.07.2003
Nach der Vorstellung der vortragenden Personen wurde den Anliegern der Grund und die Ziele der Veranstaltung erläutert. Im Anschluss sahen die Teilnehmer die Vorstellung eines intakten Gewässersystems und eine Bilder-Präsentation über den tatsächlichen Zustand am Eilshauser Bach. Die Diskussion über die zukünftige Gewässerentwicklung wurde von allen Anliegern sehr begrüßt. Die Gewässernachbarn sagten u.a. die kurzfristige Beseitigung von Gartenabfällen und Brandplätzen zu. Unmittelbar nach der Informationsveranstaltung erhielt das Umwelt Institut Höxter den Auftrag zur Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzeptes für die Nebenläufe der Else, zu denen auch der Eilshauser Bach gehört.

2. Informationsveranstaltung am 13.05.2004
Auch zur 2. Veranstaltung erschienen wieder die Gewässeranlieger. Herr Dipl.-Ing. Buschmann vom Umwelt Institut Höxter erläuterte noch einmal die Notwendigkeit einer naturnahen Gewässerumgestaltung des Eilshauser Baches. Neben dem vorrangigen Ziel der naturnahen Entwicklung wurden auch die Ziele Hochwasserschutz, die Verbesserung der Wasserqualität und – insbesondere für die Anwohner – die Erlebbarkeit des Baches (Freizeit + Erlebnisraum) in dem Vortrag angesprochen.

Erneut wurden die Informationen und Anregungen der Anlieger gesammelt und in dem Gewässerentwicklungskonzept eingearbeitet.

Das mit allen Anliegern abgestimmte Gewässerentwicklungskonzept wurde im Oktober 2004 rechtzeitig zur Haushaltsplanung 2005 fertig gestellt.

3. Einzel- und Gruppengespräche zum Grunderwerb für die Schaffung von Gewässerfreiräumen
Der Eilshauser Bach fließt in dem Bereich des 1. Gewässerentwicklungsabschnittes am Rande eines kastenförmigen Kerbtals (Siek). Durch die unmittelbar an dem Bach angrenzende Nutzung und die voranschreitende Tiefenerosion fand ein massiver Uferverbau durch die Gewässeranlieger statt. Das Gewässerentwicklungskonzept sieht in diesen Bereichen die Neutrassierung eines mäßig geschwungenen Gerinnes mit einem flachen Bachprofil im Taltief vor. Diese Empfehlung des Gewässerentwicklungskonzeptes konnte nur durch den Erwerb der Siektalgrundstücke umgesetzt werden.

In vielen Einzelgesprächen wurden den Eigentümern nochmals die Ziele der Gewässerentwicklungsmaßnahmen und die Vorteile für die Anlieger vermittelt. Die Gespräche fanden meistens vor Ort statt, so dass die Notwendigkeit direkt gesehen und nachvollzogen werden konnte.

 
PR:
1. Öffentlichkeitsarbeit zum Projektbeginn
Die Öffentlichkeitsarbeit beschränkte sich zu Beginn des Projektes Eilshauser Bach auf ein Informationsschreiben an alle Gewässeranlieger und den Aushang von Plakaten, die in allen öffentlichen Einrichtungen und vielen Geschäften ausgehängt wurden. Die politischen Gremien erhielten die Informationen in den Fachausschüssen.

2. Öffentlichkeitsarbeit während der Projektdurchführung
Zu wichtigen Ereignissen, z.B. der Fertigstellung der naturnahen Umgestaltung eines größeren Gewässerabschnittes, fanden Anliegertreffen statt, zu denen auch die örtliche Presse und die politischen Vertreter eingeladen wurden. Im Anschluss berichtete auch der Lokalsender "Radio Herford" über das Ereignis.

Während der "Bauphase" fanden viele kleinere Informationsgespräche mit den Gewässeranliegern statt. Die Gewässernachbarn erhielten regelmäßig von dem kommunalen Vertreter, dem Mitarbeiter des Koordinationsbüros und dem Bauleiter frühzeitige und zuverlässige Informationen über den Fortgang der Maßnahmen. Die Kernaussage zu den Anliegern "Es werden im Rahmen des Projektes nur die Maßnahmen umgesetzt, die einer naturnahen Gehwässerentwicklung dienen und die auch von allen Beteiligten getragen werden" muss auch so vorbereitet und so umgesetzt werden.

Wichtige Informationen werden auch auf der Internetseite Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else zur Verfügung gestellt.

Neben dem Pressespiegel und den Hinweisen auf Veranstaltungen und Fachtagungen können sich die interessierten Leser auch über die einzelnen Maßnahmen in ihren Kommunen informieren.

3. Weitere Ziele der Öffentlichkeitsarbeit
Zum Abschluss des Projektes soll es ein "Richtfest" mit allen Beteiligen und allen interessierten Bürgern der Gemeinde Hiddenhausen geben. Dabei soll nicht nur informiert und gefeiert, sondern auch "Bachpatenschaften" geschlossen werden. Die Patenschaften können neben den Anliegern auch Schulklassen, Vereine oder auch Institutionen übernehmen.

Jährlich sollen auch Bachbegehungen stattfinden. Gegebenenfalls könnten die dabei gewonnen Ergebnisse auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlich werden.

In Höhe des Schlingwegs, einem Gewässerabschnitt der komplett neu entstanden ist und in dem der Eilshauser Bach genügend Platz für seine weitere natürliche Entwicklung hat, soll mittelfristig ein Rast- und Wanderplatz mit einer Hinweistafel zu den Zielen und Vorteilen naturnaher Gewässer angelegt werden.

 
Ergebnisse:
Die Bürger/Anlieger waren frühzeitig informiert und sie konnten so aktiv an der Planung mitwirken. Nur durch die Beteiligung und Mitsprache konnte der Grunderwerb und die Abstimmung von Maßnahmen zu einer naturnahen Gewässerentwicklung schnell und problemlos abgewickelt werden. Die Anlieger haben zudem einen besseren Bezug zu "ihrem" Bach und erkennen die Vorteile eines natürlichen Gewässers und dem damit für sie auch verbundenen Hochwasserschutz.
Eilshauser Bach im Sommer 2006
 

Durch die frühzeitige Einbindung aller beteiligten Behörden und des Naturschutzes konnte das Vorhaben der naturnahen Gestaltung des Eilshauser Baches im Rahmen einer vereinfachten Zustimmung gemäß §31 Abs. 3 § Wasserhaushaltsgesetz - WHG in Verbindung mit dem Landeswassergesetz - LWG, der Verordnung zur Regelung der Zuständigkeit auf dem Gebiet des technischen Umweltschutzes und dem Verwaltungsverfahrensgesetz für das Land NRW unter Bezug auf die durchgeführten Ortstermine umgesetzt werden.

Diese Vorgehensweise -behördenübergreifende Zusammenarbeit und intensiven Öffentlichkeitsarbeit - ermöglicht kurze Genehmigungs- und Bauzeiten. Sie trägt zudem zu einer verbesserten Transparenz und zur Entbürokratisierung bei.

 
Kosten:
Zu den Kosten der Öffentlichkeitsarbeit können keine genauen Angaben gemacht werden, denn in diesem Fall konnte auf gemeindeeigene Einrichtungen oder schon vorhandene Präsentationen, Pläne, Flyer u.ä. zurückgegriffen werden. Auch das Umwelt Institut Höxter verzichtete in diesem "Modellprojekt" auf eine Aufwandsentschädigung. In der Regel sind jedoch Kosten zu berücksichtigen für:
  • Räumlichkeiten + Getränke,
  • Druckerzeugnisse (Plakate, Flyer, Pläne, Fragebögen u.a.),
  • Aufwandsentschädigungen für eventuell beteiligte Planer und Gutachter,
  • Personalkosten für Projektbegleiter und -veranstalter.

Alle diese Kosten rentieren sich, da nach den Informationsveranstaltungen und den vielen Vorgesprächen der Zeitaufwand für Abstimmungsgespräche zur Umsetzung von Maßnahmen und beim Grunderwerb wesentlich geringer ist. Frühzeitige Anlieger– und Bürgerbeteiligungen führen häufig zu engagierten Gewässernachbarn, die nicht nur ihre Erfahrung in das Gewässerentwicklungsprojekt einbringen sondern auch oft und gerne bei der späteren Gewässerunterhaltung mitarbeiten.

 
Bewertung:
Mit dem Projekt Eilshauser Bach wurde erstmalig von Beginn an die aktive Beteiligung der Anlieger angestrebt. Intensive Öffentlichkeitsarbeit und die Übernahme von Anregungen und Bedenken haben dazu geführt, dass das Gewässerentwicklungsprojekt von Anfang an positive Resonanzen hatte. Mit den Gewässernachbarn, den politischen Gremien, dem Naturschutz und den beteiligten Behörden wurde stets enger Kontakt gehalten. Zeitverluste konnten so vermieden und die Akzeptanz gefördert werden.

Durch die allgemein gute Zusammenarbeit konnte nicht nur das Interesse der Anlieger an dem Gewässerentwicklungsprojekt sondern auch an den Aufgaben und Zuständigkeiten der beteiligten Institutionen geweckt werden. In dem Projekt wurde Bürgernähe und Bürgerbeteiligung intensiv praktiziert.

Der so gewonnene Erfahrungsschatz sollte zukünftig bei weiteren Projekten berücksichtigt werden.

 
Kontakt:    

Kreis Herford - Umwelt, Planen und Bauen - Wasserwirtschaft
Herr Achim Bertram (Projektbegleiter und Projektveranstalter)
Amtshausstraße 2
32051 Herford

Telefon: 05221 / 13-2231

E-Mail: a.bertram@kreis-herford.de


Umwelt Institut Höxter - Gruppe Ökologie und Planung
(Projektbegleiter)
Schlesische Straße 76
37671 Höxter

Telefon: 05271 / 6987-0

E-Mail: info@uih.de


Koordinationsbüro WWE des Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else
Herr Heinrich Linnert (Projektbegleiter)
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern

Telefon: 05223 / 761377

E-Mail: linnert@weser-werre-else.de


Gemeinde Hiddenhausen - Amt für Ordnung und Umwelt
Herr Volker Braun (Projektveranstalter und Projektleitung)
Rathausstraße 1
32120 Hiddenhausen

Telefon: 05221 / 964-234

E-Mail: v.braun@hiddenhausen.de


 
Links / Literatur: