Pilotprojekt Modau - Bewirtschaftungsplan für ein kleines Einzugsgebiet im Sinne der EU-WRRL

Zusammenfassung:
In Hessen wurden zwischen Mitte 2005 und Anfang 2007 verschiedene Pilotprojekte durchgeführt. Zielsetzung war die Vorbereitung auf die Aufstellung der Bewirtschaftungspläne durch Erprobung verschiedener Arbeitsschritte/-felder. Dabei lagen in den einzelnen Pilotgebieten unterschiedliche Problembereiche vor. Die Bearbeitung des Pilotprojekts Modau erfolgte in einer Projektgruppe. Die Koordination des Projekts sowie die Abstimmung mit den anderen Pilotprojekten erfolgten durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Mit dem Entwurf des Bewirtschaftungsplans wurden für den Bereich der Oberflächengewässer das Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung (IHWB) der TU Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Büro für Gewässerökologie aus Darmstadt und für den Bereich Grundwasser das Ingenieurbüro Schnittstelle Boden aus Ober-Mörlen beauftragt. Die folgende Skizze zeigt die Projektkulisse sowie den Projekthintergrund und stellt die wesentlichen Ergebnisse sowie die im Rahmen der Projektarbeit gesammelten Erfahrungen der Öffentlichkeitsbeteiligung dar.
 
Gebiet:
Das Untersuchungsgebiet mit einer Fläche von 237 km² ist Teilfläche des Bearbeitungsgebiets Oberrhein der Flussgebietseinheit Rhein. Es liegt im Süden des Bundeslands Hessen im Rhein-Main-Neckar-Gebiet. Die östliche Begrenzung bildet der Kamm des nördlichen Odenwalds. Im Westen erstreckt sich das Gebiet mit einer West-Ost-Ausdehnung von etwa 25 km bis in das hessische Ried und wird durch den Stockstadt-Erfelder Altrheinarm begrenzt. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Untersuchungsgebiets beträgt etwa 13 km. Im Norden wird es durch die Wasserscheiden der Einzugsgebiete Sandbach und Darmbach, im Süden durch die des Winkelbach-Einzugsgebiets begrenzt.

Aus topographischer und naturräumlicher Sicht kann es in zwei Bereiche unterteilt werden. Etwa 45% des Einzugsgebiets gehören zum Vorderen Odenwald, dessen Relief durch große Höhenunterschiede geprägt ist (90-600 m ü NN). Der Rest liegt in der Rheinebene und zeigt keine nennenswerten Höhenunterschiede (85-90 m ü NN). Gemäß der Karte A in Anhang XI der EU-WRRL wird das komplette Einzugsgebiet der Ökoregion Typ 9 - Zentrales Mittelgebirge zugeordnet. Im oberen EZG beträgt das mittlere Gefälle etwa 1,5% und im flachen unteren Teil nur noch 0,15%. Der mittlere jährliche Niederschlag liegt im oberen EZG bei 1100 mm und in der Ebene bei 650 mm. Das Einzugsgebiet des Oberlaufs der Modau ist durch Mittelgebirge und landwirtschaftliche Nutzung, aber auch größere Ortschaften geprägt. Im mittleren Abschnitt der Modau ist das Einzugsgebiet städtisch verdichtet. Im unteren Abschnitt wird das Einzugsgebiet mit teilweise intensiver landwirtschaftlicher Nutzung durch das Hessische Ried geprägt. Nahezu der gesamte Unterlauf ist aus Gründen des Hochwasserschutzes eingedeicht.

     
Anlass:
Im Vorfeld des Pilotprojekts Modau wurde ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (WSM300), das sich mit der praktischen Umsetzung der einzugsgebietsbezogenen Bewirtschaftungsplanung auch im Hinblick auf die Vorgaben der EU-WRRL befasst, durchgeführt. Ein ausgewähltes Einzugsgebiet im Rahmen des Verbundprojekts war die Modau in Süd-Hessen, die von Juli 2002 bis Juli 2005 vom Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung (IHWB) als Fallstudie bearbeitet wurde. Ziel der Untersuchung war eine modellgestützte Analyse potenziell geeigneter Maßnahmen. Als weiteres Merkmal wurden Möglichkeiten zur Beteiligung der Öffentlichkeit erprobt. Die entwickelten Bewirtschaftungsempfehlungen für das Einzugsgebiet der Modau wurden in enger Kooperation mit einem Gewässerbeirat erarbeitet, der sich aus Vertretern der verschiedenen Nutzungsbereiche zusammensetzt. Unter anderem aufgrund der als positiv zu bewertenden Ergebnisse dieser Fallstudie sowie dem bereits etablierten Gewässerbeirat Modau wurde das Einzugsgebiet der Modau als Projektgebiet gewählt. Die Bearbeitung des Pilotprojekts baut auf den bisherigen Tätigkeiten zur Umsetzung der EU-WRRL in Hessen auf. Die Daten und Ergebnisse der Bestandsaufnahme, der Zustandsbewertung sowie die Resultate des biologischen Monitorings bilden eine wichtige Grundlage. Aufgrund der vielfältigen Struktur des Modaugebiets sollten die Ergebnisse des Pilotprojekts auch zu einem wesentlichen Teil prinzipiell auf andere hessische Oberflächenwasserkörper übertragbar sein. Der bereits im WSM300-Projekt ins Leben gerufene "Gewässerbeirat Modau" wurde für das Pilotprojekt Modau neu konstituiert.
 
Ziele:
Für das Einzugsgebiet der Modau sowie für beide Grundwasserkörper im Einzugsgebiet wurde der Entwurf eines Bewirtschaftungsplans inkl. Maßnahmenprogramm erstellt. Bei der Erstellung von Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen gemäß Anhang VI und VII EU-WRRL wird aufbauend auf den Ergebnissen der Bestandsaufnahme und des Monitoring vor allem festgestellt, ob die Umweltziele gemäß WRRL bei den zu betrachtenden Wasserkörpern erreicht bzw. verfehlt werden. Maßgeblich ist hierbei in der Regel, ob eine Abweichung des Ist-Zustands vom „guten Zustand“ des Gewässers vorliegt. Aus einem allgemeinen Maßnahmenkatalog werden aufbauend auf einer detaillierten Defizitanalyse geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustands ausgewählt und deren Wirkung prognostiziert. Durch vergleichende Bewertung wird ein Maßnahmenpaket zusammengestellt, mit dem der gute Gewässerzustand am effizientesten zu erreichen ist. Die Öffentlichkeit und betroffene Organisationen wurden in regelmäßigen Gewässerbeiratssitzungen über den Fortschritt der Arbeiten informiert und am Entwicklungsprozess beteiligt. Zusätzlich wurde durch die "Beteiligungswerkstätten Maßnahmenplanung" ein Instrument zur direkten Beteilung der regionalen Fachöffentlichkeit an der Maßnahmenbewertung und Maßnahmenplanung eingerichtet.
 
Akteure:
Projektbearbeitung:
  • Projektkoordination: Regierungspräsidium Darmstadt, Abt. Umwelt
  • Fachauftragnehmer Bereich Oberflächengewässer: TU Darmstadt, Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung; Büro für Gewässerökologie (Darmstadt), Dipl.-Biol. T. Bobbe
  • Fachauftragnehmer Bereich Grundwasser: Ingenieurbüro Schnittstelle Boden (Ober Mörlen)

Gewässerbeirat Modau:
  • Organisation und Moderation: RP Darmstadt, Abt. Umwelt; TU Darmstadt, Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung
  • Teilnehmer: Vertreter der von der wasserwirtschaftlichen Planung betroffenen Nutzungsbereiche (Landwirtschaft, Kommunen, Fischerei, Wasserverbände, Naturschutz, Forstwirtschaft, Wasserversorgung, Behörden, Industrie, Interessensgemeinschaften)
  • Teilnehmerzahl: 15-20 in der ersten Phase (Juli 2002 – Juli 2005); 30-40 in der zweiten Phase (August 2007 – März 2008)

Beteiligungswerkstatt Modau:
  • Organisation und Moderation: Ingenieurbüro Schnittstelle Boden (Ober Mörlen)
  • Teilnehmer: Landwirte und Landwirtschaftsvertreter, Landwirtschaftsberater, Wasserschutzgebietsberater, Fachbehörden (Landwirtschaft, Wasserwirtschaft)
  • Teilnehmeranzahl: 15-25
Ablauf:

"WSM300– Fallstudie Modau" (Juli 2002 – Juli 2005)

Gewässerbeirat

  • Auftaktveranstaltung "Tag der Modau"
  • 6 Projektbegleitende Gewässerbeiratssitzungen


Pilotprojekt Modau (August 2005 – März 2008)

Gewässerbeirat

  • 1 Auftakt- und Informationsveranstaltung
  • 5 Projektbegleitende Gewässerbeiratssitzungen
  • 1 Abschlussveranstaltung

Der Ablauf der Gewässerbeiratssitzungen wurde bei allen Sitzungen konstant gehalten. Nach einer kurzen Einführung in die TOP wurden die Fachbeiträge präsentiert und im direkten Anschluss offene Fragen beantwortet und diskutiert.

Beteiligungswerkstätten

  • 2 Veranstaltungen für den Vorderen Odenwald
  • 2 Veranstaltungen für das Hessische Ried

Die Beteiligungswerkstätten wurden in zwei Runden durchgeführt und das Gebiet zudem entsprechend den unterschiedlichen naturräumlichen Randbedingungen in zwei Gruppen (Hessisches Ried und Vorderer Odenwald) aufgeteilt.

Die Beteiligungswerkstätten gliederten sich dabei jeweils in zwei Teile: In einem Informationsteil wurden die erforderlichen Hintergrundinformationen und der derzeitige Bearbeitungsstand des Pilotprojekts von den Fachauftragnehmern vorgestellt. Im folgenden Werkstattteil wurden kleine Arbeitsgruppen gebildet, die unter vorgegeben Gesichtspunkten bestimmte Themenbereiche diskutierten. In der ersten Werkstattrunde war dies die Bewertung von Maßnahmen zum Wasserschutz unter den Gesichtspunkten Wirkung, Kosten und Akzeptanz. Die zweite Runde beschäftigte sich mit der Zuordnung von sinnvoll durchzuführenden Maßnahmen in den unterschiedlichen Maßnahmengebieten. Die Ergebnisse der Diskussionsrunden wurden anschließend den anderen Teilnehmern in gekürzter Form präsentiert und in einer Auswertung dokumentiert.

     
PR:    
WSM300 – Fallstudie Modau – Projektflyer
  • Berichte in lokaler Presse
  • Projekthomepage
  • Poster und Flyer zur Umsetzung der WRRL in Hessen
Ergebnisse:
Im Rahmen der Fallstudie Modau des WSM300-Projekts wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Gewässerbeirat ein Empfehlungspapier zur Bewirtschaftungsplanung im Einzugsgebiet Modau ausgearbeitet.

Die Erfahrungen und Ergebnisse des Pilotprojekts Modau wurden in drei separaten Berichten festgehalten. Für den Bereich Oberflächengewässer wurde ein "Entwurf eines Bewirtschaftungsplans für das Einzugsgebiet der Modau im Sinne der EU-WRRL" sowie "Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Bewirtschaftungsplänen für kleine Einzugsgebiete im Sinne der EU-WRRL" zusammengestellt. Der Bericht des Grundwasserbereichs "Erstellung eines Maßnahmenprogramms für ein kleines Einzugsgebiet im Sinne der EG-WRRL" fasst konkrete Maßnahmen für das Modaugebiet zusammen und stellt mögliche Instrumentarien dar. In alle Berichte sind Reaktionen und Ergebnisse aus den Gewässerbeiratssitzungen und Beteiligungswerkstätten eingeflossen. In einer abschließenden Veranstaltung wurde den Beiratsmitgliedern die Möglichkeit einer Stellungnahme zum Verlauf der Beiratssitzung und den ausgearbeiteten Berichten eingeräumt.

In einer (zum jetzigen Zeitpunkt noch anstehenden) abschließenden Sitzung werden die Stellungnahmen sowie das weitere Vorgehen in Hessen präsentiert.

 
Kosten:
Gewässerbeirat Modau: Geschätzte Kosten je Sitzung durch Bewirtung sowie die Materialien für Handouts, Dokumente und Porto (ohne Arbeitsaufwand, Räume wurden von der TU Darmstadt gestellt): ca. 50,- bis 100,- €.

Beteiligungswerkstätten: Kosten pro Beteiligungswerkstatt: 2.500 € (Moderation, Vorbereitung, Nachbereitung, Auswertung, Verschickung der Ergebnisse)

 
Bewertung:
Insgesamt sind die Ergebnisse aller Veranstaltungen als sehr positiv einzustufen. Beide Seiten, die Projektbearbeiter sowie die betroffenen Nutzungs- und Interessensgemeinschaften, profitieren von einem frühzeitigen und regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch.

Insgesamt wurden während des Pilotprojekts fünf Gewässerbeiratssitzungen sowie vier Beteiligungswerkstätten (zwei je Grundwasserkörper) gehalten. Eine weitere Sitzung ist geplant. Aus den bisherigen Erfahrungen des Pilotprojekts sowie dem Vorgängerprojekt "WSM300 – Fallstudie Modau" können folgende Empfehlungen für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der Umsetzung der EU-WRRL formuliert werden:

  • Die Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit sollte frühzeitig und in mehreren Schritten erfolgen.
In einer oder mehreren einführenden Informationsveranstaltungen müssen die Beteiligten frühzeitig über die Hintergründe, die erforderlichen Arbeitsschritte und die Ziele der Bewirtschaftungsplanung nach WRRL informiert werden. Das rechtzeitige Informieren und Einbinden der Öffentlichkeit ist wesentlich für die Bereitschaft der Mitwirkenden, sich aktiv an dem Planungsprozess zu beteiligen. Die Möglichkeit an dem folgenden Planungsprozess mitwirken zu können, muss klar herausgestellt werden. Die Informationsveranstaltungen sind zudem erforderlich, um dem Kreis der Mitwirkenden ein möglichst homogenes Hintergrundwissen zu vermitteln und die Transparenz des Planungsprozesses zu erhöhen.
  • Bei der Maßnahmenplanung sollten die Grobentwürfe ebenfalls mit der betroffenen Öffentlichkeit abgestimmt werden. Hinweise auf nicht berücksichtigte Randbedingungen durch Vorortkenntnisse der Beteiligten reduzieren ggf. den Arbeitsaufwand oder verhindern Fehlplanungen im weiteren Planungsprozess.
  • Das eingerichtete Internetportal wurde in erster Linie von Interessenten außerhalb des Gewässerbeirats genutzt, wobei die Bereitstellung der Sitzungsprotokolle oder von Hintergrundinformationen von den Mitgliedern des Beirats begrüßt und genutzt wurde.
  • Im Vorfeld der Beiratssitzung sollte rechtzeitig Informationsmaterial an die Teilnehmer zur Vorbereitung auf die Sitzung verteilt werden. Auf diese Weise werden die Teilnehmer auf die Inhalte der Sitzung vorbereitet und haben die Möglichkeit durch gezielte Fragen (bereits im Vorfeld der Sitzung) die teilweise komplexen Zusammenhänge leichter nachvollziehen zu können.
  • Die Finanzierung der Maßnahmenumsetzung muss angesprochen werden. Die Frage nach der Höhe und der Träger der Kosten, die durch die Umsetzung der Maßnahmen aus den Bewirtschaftungsplänen entstehen, wurde häufig in Beiratssitzungen thematisiert. Auf der einen Seite steht hier der Bedarf an Aufklärung der Kommunen über die geplante Umsetzungsstrategie seitens der Behörden. Demgegenüber stehen oft nicht geklärte Zuständigkeiten auf Seiten der Kommunen. Die integrierte Betrachtungsweise der Wasserrahmenrichtlinie erschwert es offensichtlich den Kommunen einen adäquaten Vertreter bereitzustellen.
  • Im Rahmen des Pilotprojekts wurden zu jeder Sitzung des Gewässerbeirats jeweils alle Mitglieder eingeladen. Bei bestimmten Problemstellungen sollte jedoch überlegt werden, kleinere effektivere "Expertenrunden" zusammenzustellen. So ist es denkbar, dass beispielsweise bei der Erörterung bestimmter Sachverhalte nicht nur ein Vertreter einer Interessengemeinschaft (z. B. Fischerei, Landwirtschaft, etc.), sondern mehrere Vertreter und Fachleute bestimmte Fragestellungen diskutieren.
Neben den Gewässerbeiratsitzungen wurden vom Bearbeitungsbereich Grundwasser im Rahmen des Pilotprojekts zwei Beteiligungswerkstätten zur Maßnahmenplanung durchgeführt. Die Beteiligungswerkstätten waren speziell auf die im Gebiet betroffenen Landwirte und Berater zugeschnitten. Allgemeine Feststellungen in der Diskussionsrunde:
  • Die Akzeptanz von Maßnahmen wird erhöht, wenn die Notwendigkeit der Maßnahme für die Betroffenen nachvollziehbar dargestellt wird.
  • Der Flächenbedarf von (Renaturierungs-)Maßnahmen, die in landwirtschaftlich genutzten Gebieten liegen, sollte auf ein für die Landwirte erträgliches Maß begrenzt werden.
  • Bei der Planung von (Renaturierungs-)Maßnahmen sollte eine "klare Linie" erkennbar sein.
  • Sofern (Renaturierungs-)Maßnahmen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten durchgeführt werden müssen, ist bei der Planung bzw. Durchführung sicherzustellen, dass keine, gegenüber dem Ursprungszustand erhöhte Überflutungsgefahr für die angrenzenden Nutzflächen besteht.

Die Beteiligungswerkstatt lieferte wertvolle Informationen über das beplante Gebiet und Projektbearbeiter und Behörden können somit auf Fachwissen aus der Region zurückgreifen. Die Integration der Vorortkenntnisse der Landwirte kann Fehlplanungen bereits in der "ersten Runde" vermeiden. Der Austausch mit den Betroffenen ermöglicht eine Einstufung der allgemeinen Akzeptanz (Stimmungsbild). Für eine optimale Durchführung der Beteiligungswerkstätten ist eine fachliche Begleitung und professionelle Moderation notwendig.

Bedeutend für die weitere Planung sind die Dokumentation der Stellungnahmen der Betroffenen und die Integration der Stellungnahmen in den weiteren Planungsablauf. Bei den Teilnehmern darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass ihr Engagement nicht "gewürdigt" wird. Letztendlich führt die Berücksichtigung der Belange der Betroffenen, sofern es die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen zulassen, zu einer erhöhten Akzeptanz und einem geringeren "Widerstand" im Planungs- und Durchführungsprozess.

 
Kontakt:    

TU Darmstadt - Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung
Petersenstr. 13
64287 Darmstadt

Telefon: 06151 / 16-2134

E-Mail: sekreteriat@ihwb.tu-darmstadt.de
Internet: www.ihwb.tu-darmstadt.de


Ingenieurbüro Schnittstelle Boden
Belsgasse 13
61239 Ober-Mörlen

Telefon: 06002 / 92391

E-Mail: info@schnittstelle-boden.de
Internet: www.schnittstelle-boden.de


Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Umwelt Darmstadt
Wilhelminenstr. 1-3
64287 Darmstadt

Telefon: Tel.: 06151 / 12-0

Internet: www.rp-darmstadt.de


   
     
Links / Literatur:
   
  • Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Umsetzung der WRRL: www.flussgebiete.hessen.de
    Auf dieser Homepage sind die Berichte zum Pilotprojekt Modau, Hintergrundinformationen, Presseberichte sowie die Protokolle und Folien der Gewässerbeiratssitzungen verfügbar.