Beitrag des Quartals 01/2006

Die ersten acht Wettbewerbsbeiträge sind mittlerweile eingegangen. Um die Verschiedenartigkeit möglicher Maßnahmen aufzuzeigen, wurden diesmal drei "Beiträge des Quartals" ausgewählt:


Wiedereinbürgerung des atlantischen Lachses in Norddeutschland; hier: Einrichtung eines Norddeutschen Lachszentrums in Gronau (Leine)

Diese Maßnahme wurde zum "Beitrag des Quartals" gewählt, da sie nicht nur lokale bzw. regionale Auswirkungen hat, sondern den gesamten Bereich der Leine - und zukünftig auch andere norddeutsche Gewässer - mit einbezieht. Bei dieser Maßnahme handelt es sich jedoch um eine Maßnahme mit einem recht umfangreichen Finanzvolumen, deren Durchführung nicht überall erforderlich ist. Die gute Öffentlichkeitsarbeit - auch zu anderen Umweltthemen - und die kooperative Zusammenarbeit sind besonders gelungen. Positiv aufgefallen sind zudem die Eingliederung des Lachszentrums in das kulturelle Leben sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze.


Ökologische Anlagen am Mühlenbach, Ortschaft Venne in der Gemeinde Ostercappeln, Landkreis Osnabrück

Besonders gelungen bei dieser Maßnahme ist, dass ein ökologisches Gesamtkonzept entstanden ist, das einzelne Maßnahmen, die mehreren Zwecken dienen, miteinander verbindet. So konnte sowohl der Hochwasserschutz verbessert als auch der Naturhaushalt optimiert werden. Nur durch die gute Zusammenarbeit verschiedener Akteure konnte die Maßnahme so kostengünstig und gut aufeinander abgestimmt durchgeführt werden. Herauszustellen ist auch die gute Öffentlichkeitsarbeit - zum einen die Beteiligung der BürgerInnen und verschiedener Akteure bei der Planung - und zum anderen die Information der Einwohner und Besucher (z.B. anhand des Fließgewässerlehrpfades).


Verrohrte Fließgewässer bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie - mögliche Lösungen und deren ökonomische Auswirkungen im Peeneeinzugsgebiet

Dieser Wettbewerbsbeitrag hat - im Gegensatz zu den anderen beiden Beiträgen - einen eher wissenschaftlichen Ansatz. Er setzt bei dem konkreten Problem an, eine kostengünstige Lösung für reparaturbedürftige Verrohrungen zu finden, und dieses entsprechend der Ziele der WRRL zu lösen. Interressant an diesem Beitrag ist die Berechnung der Kosten sowie die Darstellung der Vor- und Nachteile drei verschiedener Lösungen (Neuverrohrung, grabenähnliches Gewässer, naturnahes Gewässer). Die Untersuchung zeigt, dass die Umwandlung verrohrter Fließgewässer in naturnahe Gewässer kostengünstiger und ökologisch reizvoller ist als eine Neuverrohrung und liefert somit eine gute Grundlage für die Umsetzung der WRRL.


Hinweis: Die Auswahl des "Beitrags des Quartals" hat keinen Einfluss auf die Auswahl der besten Wettbewerbsbeiträge im Sommer/Herbst 2007!