Urbane Gewässer - Netzwerk Fließgewässer im urbanen Raum (FluR)

Spätestens seit Einführung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Jahr 2000 hat der Umgang mit den Gewässern insgesamt einen neuen Stellenwert erhalten. Immer mehr Städte, Gemeinden und Bürger entdecken ihre Gewässer neu - als Naturraum im städtischen Umfeld, als Ort der Erholung und Ästhetik, als gestaltendes Element in der urbanen Bebauung, als Treffpunkt für kulturelle Aktivitäten und nicht zuletzt auch als Möglichkeit der Umweltbildung für Kinder und Jugendliche.

Die Revitalisierung von Fließgewässern im urbanen Raum stellt aufgrund unterschiedlichster Ansprüche und besonderer Rahmenbedingungen komplexe und oft kostenintensive Vorhaben dar. Auch ist die Umsetzung der in der EG-WRRL festgelegten Ziele in urbanen Bereichen aufgrund der vielfältigen Nutzungen und der hohen Bebauungsdichte besonders schwierig.

Das Themenfeld Wasser bietet gleichzeitig aber auch vielfältige Chancen für eine zukunftsfähige Stadt- und Gemeindeentwicklung. Diese Chancen werden von immer mehr Kommunen zur Verbesserung der weichen Standortfaktoren und von Bürgern als Plus für mehr Lebensraumqualität erkannt.

Angesichts unterschiedlicher Ausgangsbedingungen vor Ort stellen sich den Akteuren dabei oftmals vergleichbare Fragestellungen. So wächst die Erkenntnis, dass gerade der Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren und Interessierten sowie die Möglichkeit von bereits realisierten Maßnahmen zu lernen ein zentraler Erfolgsfaktor ist. Der Wunsch vieler Praktiker ist es, vorhandenes Wissen und Erfahrungen zusammenzutragen und für künftige Projekte zugänglich zu machen.

Die Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N. hat deshalb mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und in Kooperation mit der Stadt Osnabrück im April 2007 die Konzeption und den Aufbau eines Netzwerkes Fließgewässer im urbanen Raum (FluR) gestartet. Dieses Aufbauprojekt wurde im März 2008 erfolgreich abgeschlossen und durch das Folgeprojekt "Kritische Evaluation urbaner Fließgewässerprojekte" thematisch ergänzt. Beide Projekte werden im Rundbrief der wib Nr. 3 vorgestellt. Wesentliche Ergebnisse wurden in der kommunalen Handreichung "Revitalisierung urbaner Bäche und Flüsse - Empfehlungen und Tipps von kommunalen Akteuren für kommunale Akteure" zusammengefasst (Downloads am Ende der Seite).


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