Umweltminister Wenzel und NSGB-Vizepräsident Lestin zeichnen Preisträger des Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs 2016 „Bach im Fluss“ aus


Insgesamt 85 Personen waren bei der diesjährigen Preisverleihung im Neuen Rathaus in der Landeshauptstadt Hannover anwesend

1. Preis im Hauptamt: Unterhaltungsverband "Meiße" für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Liethbaches

2. Preis im Hauptamt: Unterhaltungsverband "Ems III" für die Renaturierung der Melstruper Beeke

3. Preis im Hauptamt: "Verlegung und Laufverlängerung des Feldmühlenbaches in Bersenbrück" durchgeführt durch den Unterhaltungsverband "Mittlere Hase"

1. Preis im Ehrenamt: Angelverein Sachsenhagen e.V. mit der Renauturierung eines Teilabschnitts der Sachsenhäger Aue

2. Preis im Ehrenamt: "Sohlgleite, Strömungslenker und Kiesbett für den Kreuzbach" - BUND Kreisgruppe Nienburg

3. Preis im Ehrenbamt: Fischereiverein Wardenburg e.V. mit ihrem Beitrag "Reaktivierung der Lethe"

Sonderpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung: Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland für die „Naturnahe Umgestaltung des Fleckenbachs"

Die Sieger des diesjährigen Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs „Bach im Fluss“ stehen fest: Gewinner der „Bachperle 2016“ in der Kategorie „Hauptamt“ ist der Unterhaltungsverband Meiße für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Liethbaches. In der Kategorie „Ehrenamt“ ging der erste Preis an den Angelverein Sachsenhagen e.V. für die Renaturierung eines Teilabschnittes der Sachsenhäger Aue.
Erstmalig wurde in diesem Jahr der Sonderpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung verliehen; er ging an die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland für die „Naturnahe Umgestaltung des Fleckenbachs“. Ausschlaggebendes Alleinstellungsmerkmal dieses Beitrages war die intensive Einbindung von Schülern als Maßnahme der Umweltbildung. Die Möglichkeit für Jugendliche, die Umwelt und Natur zu erfahren, ist ein wertvoller Beitrag für die Zukunft, da über das eigene Erleben der Themen eine nachhaltigere Wirkung erzielt wird.
„Diese drei Beispiele zeigen die große Bandbreite der Maßnahmen auf“, sagte Umweltminister Wenzel angesichts der Vielfalt der Einsendungen. „Die Beiträge belegen eindrucksvoll das große Engagement, das technische Können, die Kreativität und den generationenübergreifenden Ansatz, mit dem Gewässerprojekte in unserem Land vorangebracht und umgesetzt werden. Mit diesen Maßnahmen sind wir auf dem richtigen Weg, um die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie Schritt für Schritt umzusetzen“, so der Umweltminister.

Auch Uwe-Peter Lestin, Vizepräsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) betonte, welchen Gewinn Gewässerentwicklungsprojekte auf kommunaler Ebene entfalten können. „Nicht nur Pflanzen und Tiere profitieren von neuen Strukturen in Gewässern, sondern auch die Menschen erfreuen sich mit allen Sinnen an einem natürlichen Bachlauf. Das ist Lebensqualität und so können nicht zuletzt auch Gewässerprojekte mit dazu beitragen, dass unsere Siedlungsbereiche und unsere Umwelt noch attraktiver werden. Ich freue mich auch über die vielen gelungenen Kooperationen, die das Leben in unseren Landkreisen, Städten und Gemeinden bereichern und ich danke Ihnen allen ausdrücklich für Ihren haupt- und ehrenamtlichen Einsatz!“ „Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in ein praktisches Naturschutzprojekt ist uns einen Sonderpreis wert und wir wünschen uns, dass sich viele Nachahmer finden“, ergänzt Sigrid Rakow, Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Der Gewässerwettbewerb wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens 2010 ins Leben gerufen und fand jetzt zum vierten Mal statt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Gewässerentwicklung in Niedersachsen zu fördern, gelungene Projekte der Fließgewässerentwicklung öffentlich zu präsentieren und die Vorbildfunktion guter Projekte zu nutzen. Verschiedene haupt- und ehrenamtliche Teilnehmer aus Kommunen, Verbänden oder Vereinen reichten insgesamt 31 Beiträge für den diesjährigen Wettbewerb ein.
Im September bereiste eine siebenköpfige Expertenjury dreizehn ausgewählte Projekte in ganz Niedersachsen. Die Bewertung der Beiträge erfolgte unter anderem anhand der ökologischen Wirksamkeit zur Verbesserung der Situation am Gewässer, der durchgeführten Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie den realisierten Kooperationen.
Viele Beiträge des Wettbewerbs werden im nächsten Jahr in einer Broschüre veröffentlicht.




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